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Berglandschaft im Latium
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Colosseum in Rom
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Frühling im Latium
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Auf den Spuren der alten Römer im Latium
Die Region Latium erstreckt sich etwa um das "Knie" Italiens, entlang des Tyrrhenischen Meeres, welches wiederum einen Teil des Mittelmeeres ist. An Latium grenzen die Toskana, Umbrien, Marken, östlich die Abruzzen und Molise und südlich Kampanien.
Der schmale, flache Küstenstreifen im Südwesten der Region geht im Nordosten in Hügelland und schließlich in den Appenin über. Dieser erreicht kurz hinter der Grenze Latiums in den Abruzzen seine imposantesten Höhen. Mit dem Tiber und dem Garigliano fließen gewaltige Flüsse durch das Latium, die schließlich ins Tyrrhenische Meer münden. Neben den bewaldeten Höhenzügen findet man in Latium fruchtbare Täler, die landwirtschaftlich zum Anbau von Getreide und Oliven genutzt werden.
Latium verdankt seinen Namen angeblich Latinos, einem Sohn des Odysseus und der Kirke. Hier fanden Aenaeas und die letzten überlebenden Trojaner eine neue Heimat. Der Sage nach gründeten Romulus und Remus am Tiber die Weltmetropole Rom.
Goethe und Winckelmann waren auf ihren Reisen vom Latium nachhaltig beeindruckt. Die Provinz war im 18. Jahrhundert, als junge Adelige die obligatorische Grand Tour durch Frankreich und Italien machten, eines der beliebtesten Reiseziele. Damals hatten die Reisenden freilich noch Gelegenheit, antike Überreste sammeln zu können. Das ist zwar heute nicht mehr möglich, auf den Spuren Goethes und Winckelmanns wird man aber dennoch sehr viele Sehenswürdigkeiten entdecken können.
Die Hauptstadt Rom ist fraglos der touristische Hauptanziehungspunkt im Latium. Auf den Spuren der Cäsaren findet man zum Beispiel Anzio, das antike Antium, sozusagen die Copa Cabana der Mächtigen Roms. Augustus und Maecaenas besaßen dort Villen, und hier wurden auch Caligula und Nero geboren, von dem hier noch eine Villa zu besichtigen ist. Ein anderes kaiserliches Domizil aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. ist die Villa Adriana, eigentlich ein ganzes Ensemble von Gebäuden, das man in Tivoli (Tibur) besichtigen kann. Kaiser Hadrian ließ sie dort erbauen. Dieser humane und den schönen Künsten zugetane Herrscher bereiste das ganze Imperium und ließ sich in Tibur Miniaturen berühmter Kunstwerke errichten.
Ein weiteres Highlight ist dort zweifellos die Villa d´Este, die Kardinal Ippolyto d´Este dort im 16. Jahrhundert errichten ließ. Der Kardinal war wie seine Mutter, die Papsttochter und Herzogin von Ferrrara Lukrezia Borgia d´Este, ein großer Kunstmäzen. Sehenswert sind dort vor allem die Brunnen und Wasserspiele. An den Anlagen hat u. a. Bernini mitgewirkt. Eindrucksvoll auch der Blick auf die römische Campagna, die verschiedene Künstler inspiriert hat. Die Eine oder der Andere wird vielleicht noch einmal an Goethe denken, von dem Tischbein ein berühmtes Gemälde vor dem Hintergrund der römischen Campagna malte.
Neben Rom besuchen Latium- Urlauber gern die Albaner Berge und die verschiedenen Vulkanseen, von denen der Lago di Vico und der Lago di Bolsena besonders populär sind.
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